Hilfe für Prostituierte, Straffällige und Drogenabhängige.

Betroffene von Menschenhandel in Berlin

Betroffene von Menschenhandel in Berlin

Im vergangenen Jahr wurden in Berlin 74 Opfer von Menschenhandel zum Zweck der sexuellen Ausbeutung im Rahmen polizeilicher Verfahren erfasst: 69 waren weiblich, 5 männlich. Der Anteil Nicht-Deutscher betrug 95,5%. Weitere 51 Personen (36 weiblich, 15 männlich) wurden zur Aufnahme oder Fortsetzung der Prostitution gezwungen. Keinen deutschen Pass hatten in dieser Opfergruppe 82,4%.

In Berlin gibt es nach Auskunft der Senatsverwaltung für Inneres und Sport für Frauen, die von Menschenhandel betroffen sind, “zwei Zufluchtswohnungen mit anonymer Adresse mit insgesamt 16 Plätzen”. Für kurzfristige Aufnahmen stehen “bei freien Kapazitäten notfalls Berliner Frauenhäuser zur Verfügung”. Für männliche Opfer von Menschenhandel gibt es derzeit keine spezialisierte Unterbringungseinrichtung.